Krautsuppe: Einfaches Rezept mit Weißkohl & Kartoffeln

Was ist Krautsuppe?

Krautsuppe ist eine einfache, herzhafte Suppe, bei der Kohl beziehungsweise Kraut die wichtigste Zutat bildet. Je nach regionaler Tradition und persönlichem Geschmack wird sie mit Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Kümmel und einer kräftigen Gemüse- oder Fleischbrühe zubereitet. Dadurch entsteht ein unkompliziertes Gericht, das sich gut für kalte Tage, die Familienküche oder die Resteverwertung eignet.

Für eine klassische Variante reicht bereits eine überschaubare Zutatenliste. Weißkohl sorgt für den typischen Geschmack, Kartoffeln machen die Suppe sättigender und Zwiebeln sowie Gewürze geben ihr Würze. Wer möchte, kann die Suppe vegetarisch oder vegan kochen. Auch mit Bohnen, Linsen oder etwas Fleisch lässt sie sich verändern.

Klassisches Krautsuppe-Rezept

Zutaten für 4 Portionen

  • 700 g Weißkohl
  • 500 g Kartoffeln
  • 2 Karotten
  • 1 große Zwiebel
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • 1,2 Liter Gemüsebrühe
  • 1 EL Rapsöl oder anderes Pflanzenöl
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Majoran
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • optional: 1 EL Tomatenmark
  • optional: 1–2 TL Essig für eine leicht säuerliche Note

Zubereitung

1. Gemüse vorbereiten:
Den Weißkohl von äußeren Blättern befreien, den Strunk entfernen und den Kohl in feine Streifen schneiden. Kartoffeln und Karotten schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

2. Zwiebeln anbraten:
Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Knoblauch und optional Tomatenmark kurz dazugeben.

3. Kohl hinzufügen:
Den geschnittenen Weißkohl in den Topf geben und einige Minuten mit den Zwiebeln vermischen. Dadurch kann der Kohl bereits etwas Aroma entwickeln.

4. Kartoffeln und Karotten dazugeben:
Kartoffeln und Karotten unterheben. Kümmel, Majoran und Paprikapulver hinzufügen.

5. Mit Brühe aufgießen:
Die Gemüsebrühe und das Lorbeerblatt in den Topf geben. Alles aufkochen lassen.

6. Langsam köcheln:
Die Hitze reduzieren und die Suppe etwa 25 bis 35 Minuten sanft köcheln lassen. Sie ist fertig, wenn Kartoffeln und Kohl weich sind, aber nicht vollständig zerfallen.

7. Abschmecken:
Lorbeerblatt entfernen und die Krautsuppe mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer eine leicht säuerliche Note mag, kann am Ende etwas Essig hinzufügen.

8. Servieren:
Mit frischer Petersilie bestreuen und heiß servieren.

Welcher Kohl eignet sich für Krautsuppe?

Für eine klassische Krautsuppe wird häufig Weißkohl verwendet. Er ist mild, fest und bleibt beim Kochen angenehm aromatisch. Je nach Rezept können aber auch andere Kohlsorten eingesetzt werden.

KohlsorteGeschmackEignung
Weißkohlmild, leicht süßlichideal für klassische Krautsuppe
Spitzkohlbesonders mildgut für eine feinere Suppe
Wirsingkräftiger und würzigergut für herzhafte Varianten
Rotkohlaromatisch, leicht süßlichmöglich, verändert Farbe und Geschmack
Chinakohlmild und zarteher für eine kurze Garzeit

Die Wahl des Kohls beeinflusst vor allem Geschmack und Konsistenz. Für eine rustikale Suppe ist Weißkohl eine unkomplizierte Ausgangsbasis. Mehr lesen : Rindsgulasch: Klassisches Rezept, zart & aromatisch

Warum passt Kümmel so gut zu Kraut?

Kümmel gehört zu den Gewürzen, die traditionell häufig mit Kohl kombiniert werden. Sein würziges Aroma passt gut zum kräftigen Geschmack des Gemüses. Gleichzeitig kann er der Suppe eine charakteristische Note geben, ohne dass viele weitere Gewürze notwendig sind.

Wer Kümmel nicht mag, kann ihn problemlos reduzieren oder weglassen. Alternativ passen Majoran, Petersilie, Liebstöckel, Pfeffer oder etwas Muskat. Entscheidend ist, die Gewürze nicht alle gleichzeitig stark einzusetzen. Eine kleine, ausgewählte Kombination wirkt meist harmonischer.

Krautsuppe mit Kartoffeln

Kartoffeln sind eine besonders praktische Ergänzung, weil sie die Suppe sättigender machen und gleichzeitig einen Teil der Flüssigkeit aufnehmen. Mehligkochende Kartoffeln können die Suppe etwas sämiger machen, während festkochende Sorten ihre Form besser behalten.

Wenn die Kartoffeln im Mittelpunkt stehen sollen, sollten sie in etwa gleich große Stücke geschnitten werden. So garen sie möglichst gleichmäßig. Besonders große Stücke können außen weich sein, während sie im Inneren noch fest bleiben.

Für eine sämigere Konsistenz kann ein Teil der gekochten Kartoffeln am Ende mit etwas Brühe zerdrückt und wieder in die Suppe eingerührt werden. Dafür ist keine zusätzliche Mehlschwitze erforderlich.

Vegetarische und vegane Krautsuppe

Das Grundrezept lässt sich problemlos vegetarisch oder vegan zubereiten. Für eine vegetarische Variante reicht eine Gemüsebrühe. Wer vegan kochen möchte, sollte bei Brühe und anderen Fertigprodukten auf die Zutatenliste achten.

Die DGE empfiehlt eine Ernährung mit einem hohen Anteil pflanzlicher Lebensmittel und nennt Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Nüsse und pflanzliche Öle als wichtige Bestandteile einer gesundheitsfördernden Ernährung.

Für mehr Sättigung können beispielsweise weiße Bohnen, Kidneybohnen oder Linsen ergänzt werden. Dadurch erhält die Suppe zusätzlich pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe.

Ist Krautsuppe gesund?

Krautsuppe kann eine nährstoffreiche Mahlzeit sein, insbesondere wenn sie überwiegend aus Gemüse besteht und nicht mit großen Mengen fettreicher Zutaten zubereitet wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung beschreibt Gemüse als wichtige Quelle für Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Weißkohl gehört zu den Kohlarten, die ebenfalls bestimmte Mikronährstoffe liefern. Die DGE führt Weißkohl beispielsweise als pflanzliche Quelle für Selen in ihrer Übersicht zur veganen Ernährung auf.

Trotzdem sollte man nicht behaupten, dass eine einzelne Suppe automatisch „gesund“ macht oder bestimmte Krankheiten heilt. Entscheidend ist die gesamte Ernährung. Eine abwechslungsreiche Auswahl verschiedener Gemüsearten liefert unterschiedliche Nährstoffe.

Krautsuppe zum Abnehmen – eignet sie sich dafür?

Eine überwiegend aus Gemüse und Brühe bestehende Krautsuppe kann relativ leicht gestaltet werden. Allerdings hängt der tatsächliche Energiegehalt stark von den verwendeten Zutaten ab. Kartoffeln, Öl, Speck, Wurst, Sahne oder andere Beilagen verändern die Zusammensetzung deutlich.

Wer eine leichtere Variante bevorzugt, kann:

  • reichlich Weißkohl verwenden,
  • Kartoffeln in moderater Menge einsetzen,
  • mit wenig Öl kochen,
  • Gemüsebrühe als Basis verwenden,
  • Sahne weglassen,
  • Bohnen oder Linsen für mehr Sättigung ergänzen.

Eine bestimmte „Krautsuppen-Diät“ sollte dagegen nicht mit einer ausgewogenen Ernährung gleichgesetzt werden. Die DGE empfiehlt grundsätzlich eine abwechslungsreiche Ernährung mit verschiedenen Lebensmittelgruppen.

Krautsuppe mit Fleisch oder Wurst

Wer eine kräftigere Suppe bevorzugt, kann Fleisch oder Wurst ergänzen. Gut passen beispielsweise geräucherte Würste oder mageres Rindfleisch. Auch etwas Speck kann für ein besonders herzhaftes Aroma sorgen.

Bei Fleisch und Wurst lohnt sich jedoch ein Blick auf die Menge. Die aktuellen DGE-Empfehlungen betonen, dass Fleisch und Wurst weniger häufig beziehungsweise in moderaten Mengen verzehrt werden sollten.

Eine praktische Alternative ist, nur eine kleine Menge Wurst als Geschmacksträger zu verwenden und den Gemüseanteil hoch zu halten. So bleibt der Kohl weiterhin die Hauptzutat.

Krautsuppe mit Hackfleisch

Hackfleisch macht aus der einfachen Gemüsesuppe eine besonders kräftige Mahlzeit. Dafür kann Rinderhackfleisch oder eine gemischte Hackfleischsorte verwendet werden.

Das Fleisch zunächst in einem großen Topf anbraten und dabei in kleine Stücke zerteilen. Anschließend Zwiebeln und gegebenenfalls Knoblauch dazugeben. Danach kommen Kohl, Kartoffeln und Karotten in den Topf. Mit Brühe aufgießen und alles gemeinsam garen.

Wer eine vegetarische Alternative sucht, kann statt Hackfleisch rote Linsen oder Bohnen verwenden. Das verändert zwar den Geschmack, passt aber gut zur kräftigen Kohlbasis.

So wird Krautsuppe besonders aromatisch

Der Geschmack entsteht nicht nur durch die Zutaten, sondern auch durch die Reihenfolge der Zubereitung. Zwiebeln sollten nicht einfach roh in die Brühe gegeben werden. Durch kurzes Anschwitzen entsteht ein runderes Aroma.

Auch der Kohl kann vor dem Aufgießen einige Minuten mitgedünstet werden. Anschließend sorgt eine gute Gemüsebrühe für die Basis. Gewürze wie Kümmel und Majoran sollten ausreichend Zeit bekommen, ihr Aroma an die Suppe abzugeben.

Am Ende sollte trotzdem frisch abgeschmeckt werden. Salz, Pfeffer oder ein kleiner Spritzer Essig können einen deutlichen Unterschied machen. Gerade Säure ist hilfreich, wenn die Suppe nach langem Kochen etwas schwer oder flach schmeckt.

Krautsuppe richtig aufbewahren

Wenn Suppe übrig bleibt, sollte sie nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen. Für die Aufbewahrung ist eine schnelle Abkühlung und anschließende Kühlung sinnvoll.

Beim späteren Erwärmen sollte die Suppe vollständig heiß werden. Besonders bei Varianten mit Fleisch oder Wurst ist eine sorgfältige Küchenhygiene wichtig.

Eine große Menge sollte nicht einfach stundenlang im warmen Topf stehen bleiben. Besser ist es, die Suppe nach dem Essen in kleinere, flache Behälter umzufüllen, damit sie schneller abkühlen kann.

Kann man Krautsuppe einfrieren?

Ja, Krautsuppe eignet sich grundsätzlich zum Einfrieren. Am besten wird sie portionsweise in geeignete, gut verschließbare Behälter gefüllt. Dabei sollte etwas Platz bleiben, da sich Flüssigkeit beim Gefrieren ausdehnt.

Nach dem Auftauen kann sich die Konsistenz von Kohl und Kartoffeln etwas verändern. Besonders Kartoffeln können weicher werden. Geschmacklich bleibt die Suppe jedoch in der Regel gut geeignet für eine spätere Mahlzeit.

Für die beste Qualität sollte die Suppe nach dem Auftauen langsam erhitzt und bei Bedarf mit etwas Brühe ergänzt werden.

Welche Beilagen passen zu Krautsuppe?

Eine einfache Krautsuppe braucht nicht unbedingt eine zusätzliche Beilage. Ein Stück kräftiges Brot oder Vollkornbrot passt jedoch hervorragend dazu.

Weitere Möglichkeiten sind:

  • Bauernbrot
  • Roggenbrot
  • Vollkornbrot
  • frische Semmel
  • geröstetes Brot
  • Kräuterbrot

Wer die Suppe als vollständige Hauptmahlzeit serviert, kann zusätzlich Bohnen, Linsen oder etwas Fleisch einbauen. Dadurch lässt sich die Sättigung erhöhen, ohne die Suppe unnötig kompliziert zu machen.

Häufige Fehler bei Krautsuppe

Der Kohl ist zu weich:
Wenn der Kohl vollständig zerfällt, wurde er möglicherweise zu lange gekocht. Für mehr Struktur sollte er nur so lange garen, bis er weich, aber noch leicht bissfest ist.

Die Suppe schmeckt langweilig:
Meist fehlt entweder Salz, Säure oder eine aromatische Grundlage. Zwiebeln, Kümmel und Majoran können helfen; am Ende lohnt sich ein erneutes Abschmecken.

Die Suppe ist zu dünn:
Ein Teil der Kartoffeln kann zerdrückt und wieder eingerührt werden. Alternativ kann die Suppe ohne Deckel etwas einkochen.

Die Suppe ist zu fettig:
Bei Varianten mit Speck oder Wurst kann sich Fett an der Oberfläche sammeln. Ein Teil davon lässt sich vorsichtig abschöpfen.

Kartoffeln und Kohl sind unterschiedlich gar:
Die Zutaten sollten möglichst gleichmäßig geschnitten und je nach Garzeit in der richtigen Reihenfolge in den Topf gegeben werden.

Drei einfache Varianten

Klassische Krautsuppe

Weißkohl, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln, Gemüsebrühe, Kümmel und Majoran ergeben eine unkomplizierte Basis. Diese Variante eignet sich besonders gut für die Alltagsküche.

Krautsuppe mit Bohnen

Weiße Bohnen oder Kidneybohnen ergänzen die Suppe um eine weitere pflanzliche Komponente. Sie werden am besten gegen Ende der Kochzeit hinzugegeben, wenn sie bereits gegart sind.

Würzige Krautsuppe

Mit etwas Paprikapulver, Knoblauch, Chili und einem kleinen Spritzer Essig bekommt die Suppe mehr Würze. Besonders gut passt diese Variante an kalten Tagen.

FAQ zur Krautsuppe

Was ist Krautsuppe?

Krautsuppe ist eine Suppe auf Basis von Kohl beziehungsweise Kraut. Häufig wird sie mit Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Gewürzen wie Kümmel zubereitet. Je nach Region und Rezept gibt es zahlreiche Varianten.

Welcher Kohl ist für Krautsuppe am besten?

Weißkohl eignet sich besonders gut für eine klassische Variante. Spitzkohl ist milder, Wirsing kräftiger und Rotkohl verändert Farbe und Geschmack deutlich.

Kann man Krautsuppe ohne Kartoffeln kochen?

Ja. Kartoffeln sind nicht zwingend erforderlich. Sie können durch mehr Kohl, Karotten, Bohnen oder andere Gemüsesorten ersetzt werden.

Warum gibt man Kümmel in Krautsuppe?

Kümmel passt geschmacklich sehr gut zu Kohl und verleiht der Suppe ein würziges Aroma. Wer ihn nicht mag, kann ihn einfach weglassen.

Wie lange hält sich Krautsuppe im Kühlschrank?

Die genaue Haltbarkeit hängt unter anderem von Zutaten, Kühlung und Hygiene ab. Reste sollten möglichst schnell gekühlt und in einem sauberen, verschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Bei Unsicherheit sollte die Suppe nicht mehr verzehrt werden.

Kann man Krautsuppe einfrieren?

Ja. Sie kann portionsweise eingefroren werden. Nach dem Auftauen können Kartoffeln und Kohl etwas weicher sein als bei frisch gekochter Suppe.

Ist Krautsuppe vegetarisch?

Das Grundrezept kann problemlos vegetarisch gekocht werden. Wird Gemüsebrühe verwendet und auf Fleisch sowie Wurst verzichtet, ist die Suppe vegetarisch. Für eine vegane Version müssen auch alle weiteren Zutaten entsprechend gewählt werden.

Fazit

Krautsuppe gehört zu den unkomplizierten Gerichten, bei denen wenige Zutaten viel Geschmack ergeben können. Weißkohl, Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln bilden eine solide Basis, während Kümmel, Majoran und Pfeffer für die typische Würze sorgen. Wer es kräftiger mag, kann Bohnen, Linsen, Hackfleisch oder etwas Wurst ergänzen.

Besonders praktisch ist die Suppe, weil sie sich leicht an vorhandenes Gemüse anpassen lässt. Auch ernährungsphysiologisch passt eine gemüsereiche Variante gut zu den Empfehlungen der DGE, die Gemüse als wichtigen Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung hervorhebt.

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