Nutellaschnitte: Einfaches Rezept mit cremiger Nutella-Creme

Nutellaschnitte – der beliebte Blechkuchen mit Schokolade

Eine Nutellaschnitte besteht meist aus einem lockeren Schoko-Boden und einer cremigen Schicht, in der Nutella für den typischen Haselnuss-Kakao-Geschmack sorgt. Besonders beliebt ist die Kombination aus einer hellen und einer Nutella-Creme: Sie sieht auf dem Blechkuchen schön aus und verbindet luftige Sahne mit intensivem Schokoladengeschmack.

Ein einheitliches „Originalrezept“ gibt es bei Nutellaschnitten allerdings nicht. Veröffentliche Rezepte unterscheiden sich beispielsweise bei Boden, Creme, Menge der Nuss-Nougat-Creme und Dekoration. Eine österreichische Variante arbeitet mit Schoko-Boden, Patisseriecreme, Sahnesteif und Nutella und wird anschließend mehrere Stunden gekühlt.

Nutellaschnitte einfach selber backen

Für eine unkomplizierte Variante eignet sich ein Blech von etwa 30 × 40 cm. Der Boden wird aus Eiern, Zucker, Öl, Wasser, Mehl, Kakao und Backpulver zubereitet. Nach dem Backen muss er vollständig auskühlen, bevor die Creme daraufkommt. Das ist wichtig, damit die Sahnecreme nicht weich wird oder auf dem warmen Kuchen schmilzt.

Die Creme kann besonders einfach zweigeteilt werden: Eine Hälfte bleibt hell, während die andere mit Nutella vermischt wird. Diese Zubereitungsart findet sich auch in mehreren österreichischen Rezepten. Mehr lesen : Esterhazy Schnitte: Klassisches Rezept mit Buttercreme

Zutaten für den Schoko-Boden

ZutatMenge
Eier6
Zucker250 g
Vanillezucker1 Päckchen
neutrales Öl125 ml
lauwarmes Wasser125 ml
Weizenmehl200 g
ungesüßtes Kakaopulver3–4 EL
Backpulver1 Päckchen

Zutaten für die Creme

ZutatMenge
Patisseriecreme oder Schlagobers1 Liter
Sahnesteif2–4 Päckchen, je nach Produkt
Staubzucker3–4 EL
Nutellaetwa 5 EL
Schokoraspelnnach Geschmack

Die Mengen orientieren sich an gängigen österreichischen Nutellaschnitten-Rezepten; bei Sahneprodukten und Sahnesteif sollte man außerdem die Hinweise auf der jeweiligen Packung beachten. Veröffentliche Rezepte verwenden beispielsweise 1 Liter Patisseriecreme mit Sahnesteif und Nutella.

Zubereitung Schritt für Schritt

1. Schoko-Boden vorbereiten

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Eier, Zucker und Vanillezucker mehrere Minuten schaumig schlagen. Anschließend Öl und lauwarmes Wasser langsam einarbeiten.

Mehl, Kakao und Backpulver miteinander vermischen und vorsichtig unter die Eiermasse heben. Den Teig gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Je nach Rezept und Teigmenge beträgt die Backzeit ungefähr 15 bis 30 Minuten. Entscheidend ist, dass der Boden nicht zu trocken wird. Vergleichbare Rezepte verwenden beispielsweise 180 °C und etwa 15–20 Minuten Backzeit.

2. Boden vollständig auskühlen lassen

Nach dem Backen den Schoko-Boden aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Die Creme sollte niemals auf einen noch warmen Kuchen gestrichen werden, da sie dadurch ihre gewünschte Festigkeit verlieren kann.

Wer die Nutellaschnitte für einen besonderen Anlass vorbereitet, kann den Boden auch einige Stunden vorher backen. Bei verschiedenen Rezepten wird sogar empfohlen, die Schnitte nach der Fertigstellung mehrere Stunden oder über Nacht kalt zu stellen. Dadurch kann die Creme fest werden und die einzelnen Schichten lassen sich später sauber schneiden.

3. Helle Creme zubereiten

Die Patisseriecreme beziehungsweise das verwendete Schlagobers nach Packungsanleitung aufschlagen. Staubzucker und Sahnesteif nach und nach einarbeiten, bis eine ausreichend feste Creme entsteht.

Anschließend die fertige Creme ungefähr halbieren. Eine Hälfte wird später als helle Schicht verwendet. Für eine stabile Schnitte ist eine ausreichend feste Creme besonders wichtig, weil die Stücke nach dem Kühlen sauber portioniert werden sollen.

4. Nutella-Creme herstellen

Nutella unter die zweite Hälfte der Creme rühren. Dabei sollte die Creme nicht unnötig lange geschlagen werden. Ziel ist eine gleichmäßige, cremige Masse mit deutlich erkennbarem Haselnuss-Kakao-Geschmack.

Bei der Menge der Nuss-Nougat-Creme kann man sich an den gewünschten Geschmack anpassen. Wer eine mildere Schnitte bevorzugt, verwendet weniger Nutella; für einen intensiveren Geschmack kann die Menge erhöht werden. Verschiedene veröffentlichte Rezepte verwenden dabei unterschiedliche Mengen – von einigen Esslöffeln bis zu deutlich größeren Mengen.

5. Nutellaschnitte zusammensetzen

Den vollständig ausgekühlten Boden zunächst mit der Nutella-Creme bestreichen. Anschließend die helle Creme vorsichtig darüber verteilen und glattstreichen. Alternativ kann man die Reihenfolge der beiden Cremeschichten ändern, wenn die helle Schicht optisch oben liegen soll.

Zum Schluss die Oberfläche mit Schokoraspeln, Schokostreuseln oder etwas Kakao dekorieren. Danach kommt der Kuchen in den Kühlschrank. Mehrere Stunden Kühlzeit sorgen dafür, dass die Cremeschichten fester werden und die Nutellaschnitte beim Schneiden ihre Form behält.

Die wichtigsten Tipps für eine gelungene Nutellaschnitte

Eier lange genug aufschlagen: Eine gut aufgeschlagene Eiermasse trägt dazu bei, dass der Boden locker wird.

Mehl vorsichtig unterheben: Nach dem Aufschlagen sollte die Masse nicht unnötig kräftig gerührt werden.

Boden komplett auskühlen lassen: Erst danach sollte die Creme aufgetragen werden.

Creme ausreichend stabilisieren: Je nach verwendeter Sahne oder Patisseriecreme kann Sahnesteif hilfreich sein.

Nicht zu früh anschneiden: Die fertige Schnitte braucht ausreichend Kühlzeit. Bei vergleichbaren Rezepten werden etwa zwei Stunden oder mehrere Stunden empfohlen.

Mit warmem Messer schneiden: Ein sauberes, leicht erwärmtes Messer kann helfen, gerade Stücke zu schneiden. Zwischen den Schnitten das Messer abwischen.

Welche Varianten gibt es?

Die Grundidee lässt sich leicht verändern. Manche Rezepte verwenden zusätzlich eine dünne Schicht Marillenmarmelade zwischen Boden und Creme. Andere setzen auf QimiQ, Mascarpone, Topfen oder eine puddingartige Creme anstelle von Patisseriecreme. Auch bei der Dekoration gibt es keine feste Vorgabe.

Wer eine besonders schokoladige Variante möchte, kann den Boden etwas kakaointensiver gestalten und die Oberfläche mit geriebener Schokolade dekorieren. Für mehr Crunch eignen sich geröstete Haselnüsse oder Krokant. Wichtig ist dabei, die zusätzlichen Zutaten so einzusetzen, dass die cremige Konsistenz der Schnitte erhalten bleibt.

Nutella als Zutat: Was steckt darin?

Nutella selbst besteht laut Hersteller aus sieben Zutaten: Zucker, Palmöl, Haselnüssen, Magermilchpulver, fettarmem Kakao, Lecithinen und Vanillin. Der Hersteller gibt für die deutsche Produktvariante 13 % Haselnüsse und 7,4 % fettarmen Kakao an.

Für 100 g werden auf der offiziellen Produktseite 539 kcal, 30,9 g Fett, 57,5 g Kohlenhydrate und 56,3 g Zucker angegeben. Diese Angaben beziehen sich auf Nutella selbst und nicht auf ein Stück Nutellaschnitte. Die tatsächlichen Nährwerte eines Kuchenstücks hängen von Boden, Creme, Portionsgröße und verwendeter Nutella-Menge ab.

Wie lange hält sich die Nutellaschnitte?

Wegen der Creme sollte die fertige Nutellaschnitte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Gut gekühlt lässt sie sich ideal vorbereiten, sodass sie für eine Kaffeerunde oder Feier nicht unmittelbar vor dem Servieren fertiggestellt werden muss.

Für die beste Konsistenz sollte der Kuchen abgedeckt beziehungsweise gut geschützt im Kühlschrank stehen. So nimmt die Creme weniger Fremdgerüche auf und die Oberfläche trocknet nicht so schnell aus. Vor dem Servieren kann die Schnitte kurz aus dem Kühlschrank genommen werden, damit der Geschmack etwas intensiver zur Geltung kommt.

Für welche Anlässe eignet sich die Nutellaschnitte?

Durch die rechteckige Form und die vielen Portionen eignet sich der Kuchen besonders gut für Familienfeiern, Geburtstage, Kaffeetafeln und Kuchenbuffets. Ein großer Vorteil gegenüber einer klassischen Torte ist, dass die Stücke bereits in handliche Portionen geschnitten werden können.

Auch für Backanfänger ist die Variante interessant, weil der Kuchen aus wenigen klaren Komponenten besteht: Schoko-Boden, helle Creme, Nutella-Creme und Dekoration. Wer beim ersten Versuch auf eine stabile Creme und ausreichend Kühlzeit achtet, hat bereits die wichtigsten Voraussetzungen für eine gut schneidbare Schnitte geschaffen.

Häufige Fragen zur Nutellaschnitte

Kann man die Nutellaschnitte am Vortag zubereiten?

Ja. Das ist sogar praktisch, weil die Cremeschichten über mehrere Stunden im Kühlschrank fest werden können. Veröffentlichte Rezepte empfehlen teilweise ausdrücklich, die fertige Schnitte mehrere Stunden oder über Nacht zu kühlen.

Warum wird meine Creme nicht fest?

Häufig liegt es an der verwendeten Sahne beziehungsweise Patisseriecreme, einer zu kurzen Kühlzeit oder einem fehlenden beziehungsweise nicht korrekt verwendeten Stabilisator. Sahnesteif kann bei geeigneten Sahneprodukten helfen. Die genaue Anwendung sollte nach Packungsangabe erfolgen.

Kann ich statt Patisseriecreme Schlagobers verwenden?

Ja, es gibt Nutellaschnitten-Rezepte, die mit Schlagobers und unterschiedlichen Cremegrundlagen arbeiten. Entscheidend ist, dass die Creme nach dem Aufschlagen ausreichend stabil ist.

Muss Nutella für die Creme erwärmt werden?

Nein. In den gängigen Rezepten wird Nutella direkt in die vorbereitete Creme eingerührt. Erwärmen ist normalerweise nicht erforderlich.

Wie bekommt man besonders saubere Stücke?

Die Schnitte sollte gut durchgekühlt sein. Ein scharfes, leicht erwärmtes Messer kann beim Portionieren helfen. Nach jedem Schnitt das Messer reinigen, damit die Cremeschichten möglichst sauber bleiben.

Kann man die Nutellaschnitte einfrieren?

Das hängt stark von der verwendeten Creme ab. Sahne- und cremebasierte Kuchen können nach dem Auftauen ihre ursprüngliche Konsistenz verändern. Für ein optimales Ergebnis ist es daher sinnvoller, die Schnitte frisch zuzubereiten und gekühlt aufzubewahren.

Fazit

Eine Nutellaschnitte ist ein unkomplizierter Blechkuchen, bei dem ein lockerer Schoko-Boden mit einer hellen und einer Nutella-Creme kombiniert wird. Das Grundprinzip lässt sich leicht an den eigenen Geschmack anpassen – etwa mit Marillenmarmelade, Krokant, Haselnüssen oder zusätzlicher Schokolade.

Besonders wichtig sind ein vollständig ausgekühlter Boden, eine ausreichend stabile Creme und genügend Kühlzeit. Wer diese drei Punkte beachtet, erhält eine cremige, schokoladige Schnitte, die sich gut vorbereiten und sauber portionieren lässt.

FAQ

Was ist eine Nutellaschnitte?

Eine Nutellaschnitte ist ein meist rechteckiger Blechkuchen mit Schoko-Boden und einer Creme, die mit Nutella beziehungsweise einer Nuss-Nougat-Creme verfeinert wird.

Wie lange muss eine Nutellaschnitte kühlen?

Je nach Rezept sollte sie mindestens einige Stunden gekühlt werden. Für besonders stabile Cremeschichten ist eine Zubereitung am Vortag praktisch.

Welche Creme eignet sich für Nutellaschnitten?

Häufig werden Patisseriecreme oder Schlagobers mit Sahnesteif verwendet. Es existieren aber auch Varianten mit QimiQ, Mascarpone, Topfen oder puddingartigen Cremes.

Kann man Nutellaschnitten vorbereiten?

Ja. Gerade weil die Creme mehrere Stunden zum Festwerden benötigt, eignet sich der Kuchen gut zur Vorbereitung am Vortag.

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