ORF Karim El-Gawhary: Leben, Karriere und Nahost-Berichte

ORF Karim El-Gawhary ist ein deutsch-ägyptischer Journalist und Autor, der seit Jahrzehnten über die arabische Welt berichtet. Er wurde 1963 in München als Sohn eines Ägypters und einer Deutschen geboren. Nach seiner Schulzeit studierte er Islamwissenschaften und Politik an der Freien Universität Berlin. Seine journalistische Arbeit führte ihn früh in den Nahen Osten. Seit 1991 berichtet er aus Kairo und anderen Ländern der Region. Besonders bekannt wurde er durch seine Arbeit für den Österreichischen Rundfunk, kurz ORF. Seine Berichte behandeln politische Krisen, gesellschaftliche Veränderungen und den Alltag der Menschen. Dadurch wurde er zu einem bekannten deutschsprachigen Nahostkorrespondenten.

Für viele Zuschauer war Karim El-Gawhary über Jahre eine bekannte Stimme aus Kairo. Seine Berichte erschienen regelmäßig im Radio und Fernsehen des ORF. Dabei ging es nicht nur um politische Entscheidungen, sondern auch um Menschen und ihre persönlichen Erfahrungen. El-Gawhary arbeitete außerdem für deutschsprachige Zeitungen und veröffentlichte mehrere Bücher. Seine lange Erfahrung ermöglicht ihm einen besonderen Blick auf die arabische Welt. Gleichzeitig berichtet er über Regionen, in denen journalistische Arbeit oft schwierig sein kann. ORF bezeichnete ihn als erfahrenen Korrespondenten für den Nahen Osten. Auch verschiedene Auszeichnungen zeigen die Bedeutung seiner journalistischen Arbeit im deutschsprachigen Raum.

Wer ist Karim El-Gawhary? Eine Kurzbiografie

KategorieInformation
Vollständiger NameKarim El-Gawhary
Geburtsdatum26. November 1963
GeburtsortMünchen, Deutschland
NationalitätDeutsch-ägyptischer Hintergrund
BerufJournalist, Nahost-Korrespondent, Autor
Bekannt alsLangjähriger ORF-Nahostkorrespondent
AusbildungIslamwissenschaft und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin
Journalistische TätigkeitSeit 1991 als Korrespondent in Kairo tätig
ORFSeit 2004 Leiter des ORF-Nahostbüros in Kairo; laut ORF Stars bis 2026
ThemenschwerpunkteNahost, arabische Welt, Politik, Krisen und Konflikte
Weitere MedienArbeitete unter anderem für „Die Presse“, „taz“ und weitere deutschsprachige Zeitungen
Bücher„Alltag auf Arabisch“, „Tagebuch der Arabischen Revolution“, „Frauenpower auf Arabisch“, „Auf der Flucht“ und „Repression und Rebellion“
AuszeichnungenConcordia-Publizistikpreis, Auslandsjournalist des Jahres, Leopold-Kunschak-Pressepreis, Axel-Corti-Preis u. a.
Staatliche AuszeichnungGoldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2023)
FamilieVater von drei Kindern
Wohnort/ArbeitsortKairo, Ägypten
Bekannt fürLangjährige Berichterstattung über die politische und gesellschaftliche Entwicklung der arabischen Welt

ORF Karim El-Gawhary und seine Herkunft

Karim El-Gawhary wurde 1963 in München geboren und wuchs dort auf. Sein Vater stammt aus Ägypten, während seine Mutter Deutsche ist. Diese familiäre Verbindung zwischen Deutschland und Ägypten prägte auch seinen späteren beruflichen Weg. Nach der Schule entschied er sich für Islamwissenschaften und Politik an der Freien Universität Berlin. Während seines Studiums beschäftigte er sich intensiv mit der arabischen Welt und ihren politischen Entwicklungen. Schon früh entstand dadurch eine Verbindung zwischen wissenschaftlichem Interesse und journalistischer Arbeit. Seine Kenntnisse über Sprache, Geschichte und Gesellschaft wurden später zu wichtigen Grundlagen seiner Tätigkeit als Nahostkorrespondent und Autor.

Seine berufliche Laufbahn im Nahen Osten begann bereits vor seiner bekannten ORF-Zeit. Seit 1991 arbeitet El-Gawhary als Korrespondent und berichtet aus Kairo sowie anderen Teilen der Region. Er schrieb unter anderem für deutschsprachige Tageszeitungen wie „Die Presse“ und die „taz“. Außerdem war er mehrere Jahre als Korrespondentenvertreter eines ARD-Hörfunkstudios in Kairo tätig. Diese Erfahrungen erweiterten seine journalistische Perspektive und halfen ihm, Entwicklungen vor Ort einzuordnen. Sein beruflicher Schwerpunkt blieb dabei die arabische Welt. Wer mehr über seinen Lebenslauf erfahren möchte, findet ergänzende Informationen auch in unserem Beitrag über Karim El-Gawhary als Journalist und Autor. Mehr lesen : Ralf Rangnick

Die lange Karriere beim ORF

Im Jahr 2004 übernahm Karim El-Gawhary die Leitung des neu gegründeten ORF-Büros in Kairo. Damit wurde er zum festen Ansprechpartner des österreichischen Senders für den arabischen Raum. Das Büro berichtete unter anderem über Ägypten, Syrien, Irak, Saudi-Arabien und Palästina. In den folgenden Jahren war El-Gawhary regelmäßig in verschiedenen ORF-Nachrichtensendungen zu sehen und zu hören. Seine Arbeit umfasste aktuelle Nachrichten, Analysen und Reportagen. Besonders während großer politischer Ereignisse war seine Berichterstattung gefragt. Seine Präsenz machte ihn einem breiten Publikum in Österreich bekannt.

Während seiner ORF-Zeit berichtete El-Gawhary über zahlreiche wichtige Ereignisse im Nahen Osten. Dazu gehörten die Proteste des Arabischen Frühlings, Konflikte, Fluchtbewegungen und politische Veränderungen. Besonders während der Ereignisse in Ägypten im Jahr 2011 war er häufig live im ORF zu sehen. Eine damalige ORF-Publikumsbefragung zeigte, dass El-Gawhary vielen Zuschauern besonders auffiel. Seine Berichte verbanden aktuelle Ereignisse mit persönlichen Geschichten aus der Region. Dadurch entstand ein journalistischer Stil, der politische Entwicklungen und menschliche Erfahrungen miteinander verband. Seine Tätigkeit erstreckte sich dabei über mehrere Jahrzehnte und verschiedene Länder der arabischen Welt.

Warum Kairo für seine Arbeit wichtig war

Kairo spielte in der journalistischen Laufbahn von Karim El-Gawhary eine zentrale Rolle. Die ägyptische Hauptstadt wurde über viele Jahre zu seinem beruflichen Mittelpunkt. Von dort berichtete er über Ägypten und zahlreiche andere Länder der arabischen Welt. Kairo bietet für einen Nahostkorrespondenten eine wichtige geografische Ausgangsposition. Gleichzeitig erlebt die Stadt selbst große politische und gesellschaftliche Veränderungen. El-Gawhary konnte dadurch Entwicklungen über längere Zeit beobachten. Seine Berichte entstanden häufig direkt vor Ort und nicht ausschließlich aus der Entfernung. Das machte Kairo zu einem wichtigen Bestandteil seiner journalistischen Arbeit und seiner öffentlichen Wahrnehmung im deutschsprachigen Raum.

Besonders bekannt wurde seine Arbeit während des Arabischen Frühlings. Im Jahr 2011 berichtete er ausführlich über die Proteste auf dem Tahrir-Platz und die politischen Veränderungen in Ägypten. Auch aus anderen Ländern berichtete er über Demonstrationen und gesellschaftliche Konflikte. Dabei sprach er mit Politikern, religiösen Vertretern, Aktivisten und Menschen aus der Bevölkerung. Sein Interesse galt deshalb nicht nur den offiziellen politischen Aussagen. Er wollte auch zeigen, wie sich Krisen auf den Alltag auswirken. Diese Form der Berichterstattung wurde zu einem wichtigen Merkmal seiner journalistischen Arbeit. Mehr über dieses Thema bietet auch unser Beitrag zum Arabischen Frühling und seinen Folgen.

ORF Karim El-Gawhary als Buchautor

Neben seiner Tätigkeit als Journalist ist Karim El-Gawhary auch als Buchautor bekannt. Zu seinen Veröffentlichungen gehört „Alltag auf Arabisch – Nahaufnahmen von Kairo bis Bagdad“. Das Buch beschäftigt sich mit Menschen und Alltagserfahrungen in verschiedenen Teilen der arabischen Welt. 2011 veröffentlichte er außerdem das „Tagebuch der Arabischen Revolution“. Ein weiteres Werk trägt den Titel „Frauenpower auf Arabisch: Jenseits von Klischee und Kopftuchdebatte“. Gemeinsam mit Matilde Schwabeneder schrieb er außerdem „Auf der Flucht – Reportagen von beiden Seiten des Mittelmeers“. Seine Bücher ergänzen seine journalistische Arbeit um ausführlichere Beobachtungen.

Im Jahr 2020 erschien sein Buch „Repression und Rebellion: Arabische Revolution – was nun?“. Darin beschäftigt sich El-Gawhary mit den Entwicklungen nach den arabischen Aufständen und deren politischen Folgen. Seine Bücher zeigen, dass sein Interesse nicht allein auf aktuelle Nachrichten begrenzt ist. Er beschäftigt sich auch mit langfristigen gesellschaftlichen Veränderungen. Dadurch können Leser einen ausführlicheren Einblick in Themen bekommen, die in kurzen Nachrichtensendungen oft wenig Platz haben. Seine journalistische Erfahrung bildet dabei eine wichtige Grundlage. Neben seinen Büchern tritt El-Gawhary auch bei Veranstaltungen als Vortragender und Gesprächspartner auf.

Auszeichnungen für seine journalistische Arbeit

Karim El-Gawhary erhielt im Laufe seiner Karriere mehrere bedeutende Auszeichnungen. Dazu gehört der Concordia-Publizistikpreis aus dem Jahr 2011. Außerdem wurde er mehrfach als Journalist des Jahres ausgezeichnet. Weitere Ehrungen umfassen den Leopold-Kunschak-Pressepreis und den Axel-Corti-Preis. Die Auszeichnungen beziehen sich auf seine journalistische Arbeit und seine Berichterstattung über internationale Themen. Sie zeigen, dass seine Tätigkeit auch außerhalb des ORF Beachtung fand. Besonders seine langjährige Beschäftigung mit der arabischen Welt machte ihn zu einem bekannten Namen im deutschsprachigen Auslandsjournalismus.

Eine weitere wichtige Ehrung erhielt El-Gawhary im Januar 2023. Damals wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich verliehen. Die Auszeichnung wurde in der österreichischen Botschaft in Kairo überreicht. Der ORF hob dabei seine langjährige Tätigkeit als Nahostkorrespondent hervor. Zu diesem Zeitpunkt hatte El-Gawhary bereits über viele Jahre aus der arabischen Welt berichtet. Seine journalistische Arbeit umfasste sowohl politische Krisen als auch gesellschaftliche Themen. Die Ehrung gehört damit zu den bedeutenden Stationen seiner beruflichen Laufbahn. Wer sich für seine beruflichen Erfolge interessiert, kann auch unseren Artikel über bekannte deutschsprachige Journalisten lesen.

Was macht Karim El-Gawhary heute?

Im Jahr 2026 änderte sich die berufliche Situation von Karim El-Gawhary. Sein langjähriger Vertrag mit dem ORF endete Ende Juni 2026. Der ORF erklärte die Veränderung offiziell mit einem Generationenwechsel. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass El-Gawhary weiterhin als freier Mitarbeiter für den ORF über Ägypten und die arabische Welt berichten kann. Damit endete zwar seine feste Funktion im Kairoer ORF-Büro, nicht aber seine journalistische Arbeit. Aktuelle Berichte zeigen außerdem, dass er weiterhin als freier Journalist arbeitet. Seine langjährige Erfahrung bleibt damit ein wichtiger Bestandteil seiner öffentlichen Tätigkeit.

Nach dem Ende seiner festen ORF-Tätigkeit widmet sich El-Gawhary weiterhin journalistischen Projekten. Dazu gehört auch der Podcast „Nahost“, in dem er aktuelle Entwicklungen aus der Region behandelt. Der Schwerpunkt seiner Arbeit bleibt die arabische Welt und ihre politischen sowie gesellschaftlichen Veränderungen. In aktuellen Interviews spricht er außerdem über die Herausforderungen unabhängiger Berichterstattung. Dabei geht es unter anderem um den Zugang zu Informationen aus Konfliktgebieten. Seine berufliche Tätigkeit hat sich damit verändert, aber das zentrale Thema ist gleich geblieben. El-Gawhary berichtet weiterhin über Menschen, Krisen und Entwicklungen im Nahen Osten.

ORF Karim El-Gawhary und sein journalistischer Stil

Der journalistische Ansatz von Karim El-Gawhary verbindet aktuelle Nachrichten mit persönlichen Geschichten. Er betrachtet politische Entwicklungen nicht nur aus Sicht von Regierungen oder militärischen Akteuren. Stattdessen richtet er häufig den Blick auf Menschen, die von Krisen direkt betroffen sind. In verschiedenen Interviews erklärte er, dass ihn besonders die menschliche Seite von Konflikten interessiert. Dieser Ansatz zeigt sich auch in seinen Büchern und Reportagen. Gleichzeitig arbeitet er als Journalist in einer Region, die regelmäßig von politischen Spannungen und Konflikten geprägt ist. Dadurch sind seine Berichte häufig mit komplexen Hintergründen verbunden.

Seine jahrzehntelange Erfahrung hilft ihm dabei, aktuelle Ereignisse historisch und regional einzuordnen. Trotzdem bleiben journalistische Berichte immer eine Auswahl von Informationen und Perspektiven. Leser und Zuschauer sollten deshalb verschiedene seriöse Quellen miteinander vergleichen. Gerade bei Konflikten im Nahen Osten können unterschiedliche Medien unterschiedliche Schwerpunkte setzen. El-Gawharys Arbeit bietet einen journalistischen Blick aus der Region und basiert auf langjähriger Erfahrung vor Ort. Seine Berichte sollten deshalb im jeweiligen zeitlichen und politischen Zusammenhang betrachtet werden. Genau diese Einordnung ist besonders wichtig, wenn komplexe internationale Ereignisse verständlich erklärt werden sollen.

Häufige Fragen zu ORF Karim El-Gawhary

Wer ist Karim El-Gawhary?

Karim El-Gawhary ist ein deutsch-ägyptischer Journalist und Autor, der seit 1991 aus dem Nahen Osten berichtet.

Wann arbeitete Karim El-Gawhary beim ORF?

Er leitete das ORF-Nahostbüro in Kairo von 2004 bis Juni 2026.

Wo wurde Karim El-Gawhary geboren?

Er wurde 1963 in München als Sohn eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren.

Welche Bücher hat Karim El-Gawhary geschrieben?

Zu seinen bekannten Büchern gehören „Tagebuch der Arabischen Revolution“ und „Repression und Rebellion“.

Arbeitet Karim El-Gawhary noch als Journalist?

Ja, er arbeitet weiterhin als freier Journalist und produziert unter anderem den Podcast „Nahost“.

Fazit zu ORF Karim El-Gawhary

ORF Karim El-Gawhary gehört zu den erfahrenen deutschsprachigen Journalisten mit Schwerpunkt Nahost. Seit 1991 berichtet er über die arabische Welt und ihre politischen sowie gesellschaftlichen Entwicklungen. Besonders seine langjährige Arbeit für den ORF machte ihn einem großen Publikum bekannt. Von 2004 bis Juni 2026 leitete er das ORF-Nahostbüro in Kairo. Neben seiner journalistischen Tätigkeit veröffentlichte er mehrere Bücher und erhielt verschiedene Auszeichnungen. Heute arbeitet er weiterhin als freier Journalist und beschäftigt sich mit Entwicklungen im Nahen Osten. Wer sich für seine Karriere interessiert, findet in seinen Büchern und aktuellen Interviews weitere Einblicke in seine jahrzehntelange Arbeit.

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