Stefanie Groiss-Horowitz: Karriere und ORF
Wer ist Stefanie Groiss-Horowitz?
Stefanie Groiss-Horowitz ist eine österreichische Medienmanagerin und eine wichtige Führungskraft im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Arbeit beim ORF und später bei Puls 4 und Puls 24. Seit Jänner 2022 ist sie wieder beim ORF tätig und verantwortet als Programmdirektorin wichtige Bereiche des Fernsehprogramms. Ihre Laufbahn begann bereits Ende der 1990er-Jahre beim ORF. Dort arbeitete sie in verschiedenen Bereichen und sammelte umfangreiche Erfahrungen in Programmplanung, Unterhaltung und Medienkommunikation. Dadurch verbindet Stefanie Groiss-Horowitz langjährige ORF-Erfahrung mit Einblicken aus dem privaten Fernsehen. Ihre Karriere zeigt den Wandel der österreichischen Medienlandschaft.
Besonders interessant ist ihr beruflicher Weg, weil sie nicht ausschließlich innerhalb einer Medienorganisation tätig war. Nach rund zwei Jahrzehnten beim ORF wechselte sie 2017 zu Puls 4 und übernahm dort die Leitung des Senders. Zwei Jahre später kam zusätzlich die Verantwortung für Puls 24 hinzu. Diese Erfahrung im privaten Fernsehen ergänzte ihre vorherige Tätigkeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. 2021 wurde schließlich bekannt, dass sie als Programmdirektorin in den ORF zurückkehren würde. Ihre Aufgabe besteht heute vor allem darin, die Entwicklung des Fernsehprogramms strategisch zu begleiten. Dabei spielen Unterhaltung, Information, Kultur, fiktionale Inhalte und digitale Angebote eine wichtige Rolle.
Wer ist Stefanie Groiss-Horowitz? Eine Kurzbiografie
| Kategorie | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Stefanie Groiss-Horowitz |
| Geburtsdatum | 1. März 1977 |
| Geburtsort | Oberösterreich, Österreich |
| Nationalität | Österreichisch |
| Beruf | Medienmanagerin |
| Bekannt für | Programmdirektorin des ORF |
| ORF-Karriere | Beginn 1998 in der ORF-Pressestelle |
| Frühere ORF-Aufgaben | Pressestelle, Programmdirektion, strategische Programmplanung und TV-Unterhaltung |
| PULS-4-Tätigkeit | Senderchefin von PULS 4 ab 2017 |
| PULS-24-Tätigkeit | Übernahm 2019 zusätzlich die Leitung von PULS 24 |
| ORF-Position | Programmdirektorin |
| Beginn als ORF-Programmdirektorin | 1. Januar 2022 |
| Programm-Bereich | Fernsehen und strategische Programmentwicklung |
| Bekannte Formate | „Undercover Boss“, „Die härtesten Jobs Österreichs“ und „A-Team“ |
| Eurovision Song Contest | 2014/15 Leitung der österreichischen Vorauswahl und Delegation |
| Medienbranche | Öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk |
| Aktuelle ORF-Funktion | Programmdirektorin des ORF |
Ausbildung und früher Karriereweg
Stefanie Groiss-Horowitz begann ihre berufliche Laufbahn beim ORF bereits 1998. In den ersten Jahren arbeitete sie in der Pressestelle und war dort unter anderem für Programmkommunikation zuständig. Von 2003 bis 2006 war sie Büroleiterin des damaligen ORF-Programmdirektors Reinhard Scolik. Danach übernahm sie weitere Aufgaben innerhalb des Unternehmens. Ihre Karriere entwickelte sich damit Schritt für Schritt von der Kommunikation hin zu Programmplanung und redaktioneller Verantwortung. Diese verschiedenen Stationen waren später eine wichtige Grundlage für ihre Tätigkeit als Führungskraft. Der ORF beschreibt sie als langjährige Mitarbeiterin mit Erfahrung in unterschiedlichen Positionen und Bereichen des Medienunternehmens.
Im Rahmen der ORF-Programmreform übernahm Groiss-Horowitz weitere verantwortungsvolle Aufgaben. Sie arbeitete unter anderem an der strategischen Programmplanung für ORF 1 und war an verschiedenen Fernsehformaten beteiligt. Dazu gehörten auch Unterhaltungsformate und Projekte wie „Undercover Boss“. Außerdem übernahm sie Aufgaben rund um den Eurovision Song Contest und war als „Head of Delegation“ tätig. Diese Tätigkeiten erweiterten ihren Blick auf unterschiedliche Bereiche der Fernsehproduktion. Gleichzeitig konnte sie Erfahrungen in redaktioneller Planung, Formatentwicklung und Programmstrategie sammeln. Dadurch entstand ein vielseitiges berufliches Profil, das später sowohl für ihre Tätigkeit bei Puls 4 als auch für ihre Rückkehr zum ORF wichtig wurde. Mehr lesen : Isabelle Daniel
Stefanie Groiss-Horowitz beim ORF
Ein wichtiger Teil der Karriere von Stefanie Groiss-Horowitz ist ihre langjährige Verbindung mit dem ORF. Nach mehreren Positionen innerhalb des Unternehmens wechselte sie 2017 zunächst zum privaten Fernsehen. Ihre Rückkehr wurde 2021 angekündigt, als sie zur neuen Programmdirektorin des ORF bestellt wurde. Seit Jänner 2022 gehört sie damit zur Führungsebene des österreichischen Rundfunks. Ihre Aufgabe umfasst die strategische Verantwortung für das Programm und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Programmbereichen. Dabei geht es nicht nur um einzelne Sendungen. Vielmehr steht die langfristige Entwicklung der verschiedenen Angebote und Zielgruppen im Mittelpunkt ihrer Arbeit.
Die aktuelle ORF-Führungsseite führt Stefanie Groiss-Horowitz weiterhin als Programmdirektorin beziehungsweise Fernsehdirektorin. Zu ihren Aufgaben gehören Entscheidungen über die Weiterentwicklung wichtiger TV-Bereiche. In den vergangenen Jahren war sie beispielsweise an Programmpräsentationen und neuen fiktionalen Projekten beteiligt. Auch organisatorische Entscheidungen innerhalb von Kultur und Unterhaltung fallen in ihren Verantwortungsbereich. Im April 2026 wurde etwa über mehrere neue Führungspositionen in den TV-Hauptabteilungen Kultur und Unterhaltung berichtet. Das zeigt, dass ihre Tätigkeit nicht nur auf die Auswahl einzelner Sendungen beschränkt ist. Sie ist auch an der organisatorischen Weiterentwicklung der entsprechenden Programmbereiche beteiligt.
Wechsel zu Puls 4 und Puls 24
Im Jahr 2017 wechselte Stefanie Groiss-Horowitz vom ORF zum privaten Fernsehsender Puls 4. Dort übernahm sie die Position der Senderchefin. Dieser Schritt war ein bedeutender Wechsel in ihrer Karriere, weil sie damit von einem öffentlich-rechtlichen Medienunternehmen in den privaten Rundfunk wechselte. Ihre langjährige Erfahrung beim ORF konnte sie dabei mit einer neuen Perspektive verbinden. 2019 übernahm sie zusätzlich die Leitung des neu gegründeten Senders Puls 24. Damit wuchs ihr Verantwortungsbereich innerhalb der privaten Mediengruppe. Diese Jahre ermöglichten ihr, die österreichische Medienlandschaft auch aus Sicht eines privaten Fernsehanbieters kennenzulernen.
Der Wechsel zu Puls 4 und Puls 24 war auch deshalb bemerkenswert, weil Groiss-Horowitz dadurch Erfahrungen außerhalb des ORF sammeln konnte. Als Senderchefin musste sie sich mit Programmstrategie, Zielgruppen und dem Wettbewerb im privaten Fernsehen beschäftigen. Diese Perspektive war später bei ihrer Rückkehr zum ORF von Bedeutung. Bei ihrer Bestellung zur Programmdirektorin wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie neben ihrer langjährigen ORF-Erfahrung auch einen Blick von außen mitbringe. Ihre Karriere verbindet damit zwei unterschiedliche Medienmodelle. Einerseits kennt sie die Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Andererseits konnte sie Erfahrungen aus dem privaten Fernsehen sammeln.
Aufgaben als ORF-Programmdirektorin
Als Programmdirektorin trägt Stefanie Groiss-Horowitz Verantwortung für einen großen und vielfältigen Teil des ORF-Angebots. Dazu gehören unterschiedliche Fernsehbereiche, die verschiedene Zielgruppen ansprechen. Das Programm reicht von Unterhaltung und Serien bis zu Kultur, Information und weiteren Formaten. Ihre Aufgabe besteht deshalb nicht nur darin, einzelne Sendungen zu betreuen. Sie muss auch langfristige Entwicklungen berücksichtigen und verschiedene Interessen innerhalb des Programms zusammenführen. Der ORF verfolgt dabei einen multimedialen Ansatz, bei dem Fernsehen, Streaming und digitale Angebote miteinander verbunden werden. Diese Entwicklung verändert auch die Anforderungen an moderne Programmplanung und Medienführung.
Ein Beispiel für ihre Arbeit ist die Entwicklung neuer fiktionaler Inhalte. Bei der ORF-Serie „School of Champions“ war Groiss-Horowitz bei der Präsentation der neuen Staffel vertreten und betonte die Bedeutung heimischer Fiction. Auch bei der 2026 geplanten Serie „Pflegeleicht“ äußerte sie sich zur programmlichen Bedeutung des Projekts. Die Serie stellt Pflegepersonal in den Mittelpunkt und verbindet Unterhaltung mit gesellschaftlich relevanten Themen. Solche Beispiele zeigen, dass ihre Arbeit verschiedene Bereiche miteinander verbindet. Neben klassischen Unterhaltungsformaten gehören auch neue Serien, Kulturangebote und Themen mit gesellschaftlicher Bedeutung zur strategischen Programmgestaltung des ORF.
Programmstrategie und digitale Medien
Die Mediennutzung hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Zuschauerinnen und Zuschauer nutzen heute nicht nur klassisches Fernsehen, sondern auch Streamingplattformen, Mediatheken und digitale Angebote. Für eine Programmdirektorin bedeutet das, Inhalte über mehrere Kanäle hinweg zu planen. Auch der ORF verfolgt diese Entwicklung und baut Angebote wie ORF ON, ORF Sound und weitere digitale Plattformen aus. Stefanie Groiss-Horowitz arbeitet deshalb in einem Umfeld, in dem klassische TV-Programme und digitale Nutzung zunehmend zusammengehören. Diese Veränderung betrifft sowohl die Auswahl von Inhalten als auch deren Präsentation und zeitliche Verfügbarkeit.
Bei der Programmstrategie spielt außerdem die Frage eine Rolle, wie unterschiedliche Zielgruppen erreicht werden können. Der ORF bietet mehrere Fernsehsender sowie Radio- und Online-Angebote an. Dadurch können Inhalte stärker auf bestimmte Interessen zugeschnitten werden. Groiss-Horowitz hat in öffentlichen ORF-Gremien darauf hingewiesen, dass die verschiedenen Angebote als zusammenhängende Gruppe betrachtet werden sollten. Gleichzeitig müsse das Programm unterschiedliche Interessen und Zielgruppen berücksichtigen. Diese Aufgabe wird durch die zunehmende digitale Nutzung anspruchsvoller. Zuschauer entscheiden immer häufiger selbst, wann und wo sie Inhalte konsumieren. Deshalb gewinnt eine flexible Verbindung von Fernsehen, Streaming und Online-Angeboten weiter an Bedeutung.
Stefanie Groiss-Horowitz und aktuelle ORF-Projekte
Auch in den Jahren 2025 und 2026 blieb Stefanie Groiss-Horowitz in wichtigen ORF-Projekten sichtbar. Bei der ORF-Programmpräsentation für 2025/26 wurde sie gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der ORF-Führung gezeigt. Im Mittelpunkt standen neue Angebote für Fernsehen, Radio und digitale Plattformen. Der ORF betonte dabei die Verbindung zwischen linearem Fernsehen und Streaming. Für die Programmdirektion bedeutet das, verschiedene Formate auf unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten auszurichten. Gerade jüngere Zuschauer nutzen digitale Plattformen besonders häufig. Gleichzeitig bleibt klassisches Fernsehen für große Teile des Publikums relevant. Eine moderne Programmstrategie muss deshalb mehrere Nutzungssituationen gleichzeitig berücksichtigen.
Im April 2026 wurden außerdem neue Führungspositionen in den TV-Hauptabteilungen Kultur und Unterhaltung bekanntgegeben. Die Entscheidungen erfolgten auf Vorschlag von Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz. Dazu gehörten Verantwortlichkeiten für Musik und Theater, Society, Talk und Factual Entertainment sowie Kabarett und Comedy. Diese Bereiche zeigen, wie breit das ORF-Fernsehprogramm aufgestellt ist. Kultur umfasst unter anderem Konzert- und Bühnenproduktionen, während Unterhaltung verschiedene moderne Formate abdeckt. Solche Personalentscheidungen sind Teil der organisatorischen Arbeit einer Programmdirektion. Sie beeinflussen nicht automatisch jede einzelne Sendung, zeigen aber, wie die Verantwortungsbereiche innerhalb des Fernsehens strukturiert werden.
Häufige Fragen zu Stefanie Groiss-Horowitz
Wer ist Stefanie Groiss-Horowitz?
Stefanie Groiss-Horowitz ist eine österreichische Medienmanagerin und seit 2022 ORF-Programmdirektorin.
Wann begann ihre Karriere beim ORF?
Ihre ORF-Karriere begann 1998 in der Pressestelle für Programmkommunikation.
Wann wechselte sie zu Puls 4?
Stefanie Groiss-Horowitz wechselte 2017 zu Puls 4 und wurde dort Senderchefin.
Welche Aufgabe hat sie heute?
Sie verantwortet als ORF-Programmdirektorin wichtige Bereiche des Fernsehprogramms und dessen Weiterentwicklung.
War Stefanie Groiss-Horowitz auch bei Puls 24 tätig?
Ja, 2019 übernahm sie zusätzlich zur Leitung von Puls 4 auch Puls 24.
Fazit: Stefanie Groiss-Horowitz im Überblick
Stefanie Groiss-Horowitz gehört zu den erfahrenen Führungskräften der österreichischen Medienbranche. Ihre Karriere begann beim ORF und führte sie über verschiedene Stationen bis in die strategische Programmplanung. Danach sammelte sie als Senderchefin von Puls 4 und Puls 24 wertvolle Erfahrungen im privaten Fernsehen. Seit 2022 ist sie wieder beim ORF tätig und verantwortet als Programmdirektorin wichtige Bereiche des Fernsehprogramms. Ihre Arbeit umfasst Unterhaltung, Kultur, Fiction und die Weiterentwicklung moderner Medienangebote. Besonders relevant ist dabei die Verbindung von klassischem Fernsehen mit digitalen Plattformen. Wer mehr über österreichische Medienpersönlichkeiten erfahren möchte, findet weitere Informationen in unserem Beitrag über bekannte ORF-Persönlichkeiten und die Entwicklung des österreichischen Fernsehens.

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