Kohl Rezepte: 10 einfache Ideen für Weißkohl, Wirsing & mehr

Kohl ist viel vielseitiger, als sein Ruf vermuten lässt. Ob knackiger Weißkohl, zarter Spitzkohl, aromatischer Wirsing, kräftiger Rotkohl oder vitaminreicher Grünkohl – aus den verschiedenen Sorten lassen sich Suppen, Eintöpfe, Salate, Aufläufe, Beilagen und komplette Hauptgerichte zubereiten. Wer nach Kohl Rezepten sucht, findet deshalb nicht nur traditionelle Hausmannskost, sondern auch schnelle Pfannengerichte und moderne vegetarische Varianten. Besonders praktisch: Weißkohl ist aus deutschem Anbau ganzjährig erhältlich und lässt sich bei richtiger Lagerung mehrere Wochen aufbewahren.

Welche Kohl Rezepte eignen sich für den Alltag?

Für die schnelle Küche sind vor allem Weißkohl, Spitzkohl und Chinakohl interessant. Sie lassen sich relativ unkompliziert vorbereiten und können mit Kartoffeln, Nudeln, Reis, Möhren, Zwiebeln oder Hülsenfrüchten kombiniert werden. Spitzkohl ist dabei besonders zart und mild und benötigt weniger Garzeit als Weißkohl. Er eignet sich unter anderem für Salate, Pasta, Suppen, Currygerichte und Kohlrouladen. Mehr lesen : Fisolensalat: Einfaches Rezept mit Essig & Öl

KohlsorteGeschmackBesonders geeignet für
Weißkohlkräftig, leicht süßlichEintopf, Krautsalat, Pfanne, Rouladen
Spitzkohlmild und zartSalat, Pasta, Curry, Pfanne
Wirsingmild, aromatischSuppe, Eintopf, Rouladen, Beilage
Rotkohlwürzig, leicht süßlichBeilage, Salat, Suppe, Ofengericht
Grünkohlkräftig und herzhaftEintopf, Beilage, Salat
Chinakohlmild und knackigWok, Pfanne, Salat, Auflauf
Rosenkohlkräftig, leicht herbOfengemüse, Beilage, Pfanne

Die Auswahl zeigt: Es gibt nicht das eine Kohlgericht. Die Sorte entscheidet wesentlich darüber, welche Zubereitungsart besonders gut passt.

1. Schnelle Weißkohlpfanne mit Möhren

Eine Weißkohlpfanne ist ideal, wenn ein unkompliziertes Essen mit wenigen Zutaten auf dem Tisch stehen soll. Weißkohl wird dafür in feine Streifen geschnitten und zusammen mit Möhren, Zwiebeln und Gewürzen angebraten.

Zutaten für 4 Portionen:

  • ½ Weißkohl, etwa 500 g
  • 3 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas frischer Ingwer
  • 3 EL Rapsöl
  • 4 EL Sojasauce
  • Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer klein schneiden. Weißkohl und Möhren vorbereiten und in feine Streifen schneiden. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und zunächst Zwiebel, Knoblauch und Ingwer kurz anbraten. Anschließend Möhren und Kohl dazugeben und etwa zehn Minuten garen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Wasser ergänzen. Zum Schluss mit Sojasauce und Pfeffer abschmecken.

Die Kombination orientiert sich an einem Rezept des Bundeszentrums für Ernährung und zeigt, wie schnell Weißkohl zu einem vollständigen Gemüsegericht werden kann.

2. Klassischer Kohl-Eintopf mit Kartoffeln

Ein Kohl-Eintopf ist eine gute Wahl für kalte Tage und lässt sich problemlos an den eigenen Geschmack anpassen. Für eine einfache Variante werden Weißkohl oder Wirsing mit Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln kombiniert.

Grundidee für 4 Portionen:

  • 500–600 g Kohl
  • 500 g Kartoffeln
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • etwa 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1–2 EL Öl
  • Kümmel, Majoran, Pfeffer und Salz

Zwiebel und Möhren in etwas Öl anschwitzen. Kartoffeln und klein geschnittenen Kohl hinzufügen, mit Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Mit den Gewürzen abschmecken.

Wirsing eignet sich für Eintöpfe besonders gut. Das BZfE nennt ihn außerdem als vielseitige Zutat für Suppen, Beilagen und gefüllte Rouladen.

3. Knackiger Kohlsalat mit Apfel und Möhren

Kohl muss nicht gekocht werden. Besonders Weißkohl und Spitzkohl schmecken fein geschnitten auch roh. Für einen einfachen Salat werden Kohlstreifen mit Möhren und Apfel kombiniert.

Für das Dressing:

  • 2 EL Raps- oder Olivenöl
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 TL Senf
  • etwas Honig oder eine andere Süße nach Geschmack
  • Pfeffer und Salz

Den Kohl möglichst fein schneiden. Zusammen mit den Möhren und dem klein geschnittenen Apfel in eine Schüssel geben. Die Zutaten für das Dressing verrühren und über den Salat geben. Anschließend den Kohl mit den Händen einige Minuten kräftig durchkneten. Dadurch werden die festen Streifen weicher.

Gerade Spitzkohl eignet sich für solche Salate, weil seine Blätter zarter sind und sein Geschmack milder ausfällt.

4. Cremige Wirsingsuppe

Wirsing ist wegen seiner zarten Blätter eine gute Basis für eine Suppe. Für eine einfache Variante werden Kartoffeln und Wirsing mit Zwiebeln in Gemüsebrühe gekocht und anschließend teilweise oder vollständig püriert.

Wer eine cremige Konsistenz möchte, kann einen Teil der Suppe pürieren und den restlichen Kohl stückig lassen. So entsteht ein Gericht mit mehr Struktur. Frische Petersilie, Muskat und etwas Pfeffer passen gut dazu.

Wirsing wird vom BZfE als vielseitiges Wintergemüse beschrieben. Neben Suppen eignet er sich auch für Eintöpfe, Pasta, Beilagen und Rouladen.

5. Rotkohl aus dem Ofen

Rotkohl wird häufig als klassische Beilage serviert, kann aber auch eigenständig zubereitet werden. Eine interessante Variante sind dicke Rotkohlscheiben aus dem Ofen.

Dafür den Rotkohl in fingerdicke Scheiben schneiden und mit Öl, Balsamico, Knoblauch und Gewürzen marinieren. Anschließend im Ofen garen, bis der Kohl weich, aber noch bissfest ist.

Das BZfE empfiehlt Rotkohl außerdem für Suppen und nennt Kombinationen mit Kartoffeln, Birnen und Maronen. Rotkohl enthält unter anderem Vitamin C, Vitamin K, Folsäure, Ballaststoffe und Anthocyane, die für seine blauviolette Farbe verantwortlich sind.

6. Kohlauflauf mit Kartoffeln

Ein Kohlauflauf eignet sich besonders gut, wenn ein sättigendes Familienessen gesucht wird. Weißkohl oder Wirsing können mit Kartoffeln kombiniert und mit einer leichten Sauce überbacken werden.

Einfaches Grundrezept:

  1. Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und kurz vorkochen.
  2. Kohl in Streifen schneiden und einige Minuten dünsten.
  3. Kartoffeln und Kohl in eine Auflaufform geben.
  4. Eine Sauce aus Milch oder einer pflanzlichen Alternative, etwas Frischkäse und Gewürzen darübergeben.
  5. Mit geriebenem Käse bestreuen.
  6. Bei etwa 200 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

Für eine vegetarische Version braucht es kein Fleisch. Wer mehr Eiweiß möchte, kann beispielsweise Linsen oder weiße Bohnen ergänzen.

7. Asiatische Kohlpfanne mit Ingwer und Sojasauce

Kohl passt hervorragend zu asiatisch inspirierten Gewürzen. Eine schnelle Pfanne lässt sich aus Weißkohl oder Chinakohl, Möhren, Ingwer, Knoblauch und Sojasauce zubereiten.

Chinakohl eignet sich besonders gut für Pfanne und Wok. Seine zarten Blätter können kurz angebraten werden, ohne dass das Gericht lange gekocht werden muss. Auch roh im Salat oder in einem Auflauf lässt sich Chinakohl verwenden.

Für eine sättigende Mahlzeit passt Reis dazu. Wer es etwas kräftiger mag, kann Chili, Sesam oder geröstete Erdnüsse ergänzen.

8. Kohlrouladen mit vegetarischer Füllung

Kohlrouladen gehören zu den klassischen Kohlgerichten. Traditionell werden Kohlblätter mit einer herzhaften Fleischfüllung zubereitet. Eine vegetarische Variante funktioniert beispielsweise mit einer Mischung aus Reis, Linsen, Zwiebeln und Möhren.

Die äußeren Blätter kurz blanchieren, damit sie weich und formbar werden. Anschließend die Füllung auf die Blätter geben, diese einrollen und in einer Tomaten- oder Gemüsebrühe garen.

Spitzkohl eignet sich ebenfalls für Rouladen und bietet durch seine zartere Struktur eine interessante Alternative zum klassischen Weißkohl.

9. Grünkohl modern zubereiten

Grünkohl wird traditionell häufig deftig serviert, muss aber nicht immer mit Fleisch auf den Teller kommen. Das BZfE nennt beispielsweise kurz blanchierten und gedünsteten Grünkohl mit Feta und gerösteten Pinienkernen als leichtere Variante. Auch roh kann Grünkohl in Salaten oder Smoothies verwendet werden.

Für ein schnelles Gericht kann Grünkohl mit Kartoffeln, weißen Bohnen und Zwiebeln kombiniert werden. Wer eine mediterrane Richtung bevorzugt, kann Knoblauch, Olivenöl und etwas Zitronensaft verwenden.

10. Rotkohlsuppe mit Kartoffeln

Rotkohl eignet sich nicht nur als Beilage zum Sonntagsbraten. Eine Suppe aus Rotkohl, Zwiebeln und Kartoffeln ist eine farbenfrohe Alternative für die kalte Jahreszeit.

Zwiebeln und Rotkohl kurz andünsten, Kartoffelwürfel hinzufügen und mit Gemüsebrühe auffüllen. Alles weich kochen und anschließend nach gewünschter Konsistenz pürieren. Für eine asiatische Variante passen Kokosmilch, Curry, Chili und eine kleine Prise Zimt.

Eine solche Rotkohlsuppe wird auch vom BZfE als kreative Zubereitungsart beschrieben.

Kohl richtig vorbereiten

Bei vielen Kohl Rezepten entscheidet die Vorbereitung darüber, wie angenehm das Gemüse später schmeckt. Welke äußere Blätter sollten entfernt werden. Der Kohl wird anschließend gründlich gewaschen und je nach Rezept geviertelt oder in Streifen geschnitten.

Bei Weißkohl wird der harte Strunk entfernt, bevor der Kopf fein geschnitten wird. Das BZfE empfiehlt bei Weiß- und Spitzkohl ebenfalls, den Strunk aus den Vierteln herauszuschneiden.

Für Salate ist ein sehr feiner Schnitt sinnvoll. Bei Pfannengerichten dürfen die Streifen etwas kräftiger sein. Wichtig ist außerdem, die Garzeit an die jeweilige Sorte anzupassen: Spitzkohl beispielsweise ist schneller gar als Weißkohl.

Wie wird Kohl bekömmlicher?

Kohl kann bei empfindlichen Menschen Blähungen verursachen. Das ist kein Grund, grundsätzlich auf Kohl zu verzichten. Kleinere Portionen können helfen, den Körper langsam an das Gemüse zu gewöhnen.

Auch die Wahl der Gewürze kann sinnvoll sein. Das BZfE empfiehlt unter anderem Kümmel, Fenchel oder Majoran, wenn Kohl schwer bekömmlich ist.

Bei empfindlicher Verdauung ist außerdem eine schonende Zubereitung mit einer zunächst kleinen Portion oft praktischer als ein sehr großes Kohlgericht.

Ist Kohl gesund?

Kohl liefert je nach Sorte unterschiedliche Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Weißkohl enthält unter anderem Vitamin C, Folsäure, Kalium, Magnesium und Calcium sowie Ballaststoffe und Glucosinolate.

Rotkohl liefert unter anderem Vitamin C, Vitamin K und Folsäure und enthält Anthocyane. Grünkohl weist laut BZfE besonders viele verschiedene Vitamine und Mineralstoffe auf, darunter Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K, Folsäure, Calcium, Phosphor und Eisen.

Kohl enthält außerdem Glucosinolate, auch Senfölglykoside genannt. Diese gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Beim Zerkleinern des Gemüses können daraus unter anderem Isothiocyanate entstehen. Die genaue Menge hängt unter anderem von Kohlsorte, Pflanzenteil und Erntezeitpunkt ab.

Gesundheitsversprechen sollten dabei nicht übertrieben werden: Kohl ist ein nährstoffreiches Gemüse und kann Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, ersetzt aber keine ausgewogene Ernährung insgesamt.

Kohl richtig lagern

Weißkohl gehört zu den besonders gut lagerfähigen Gemüsesorten. Ein ganzer Kopf kann im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu etwa drei Wochen aufbewahrt werden. Angeschnittener Kohl sollte geschützt gelagert und zeitnah verarbeitet werden.

Beim Einkauf sind feste Köpfe mit knackigen, unbeschädigten Blättern ein gutes Zeichen für Frische. Spitzkohl ist empfindlicher und sollte schneller verbraucht werden.

Welche Kohl Rezepte sind besonders einfach?

Wer zum ersten Mal mit Kohl kocht, muss nicht mit komplizierten Rouladen anfangen. Besonders unkompliziert sind:

  • Weißkohlpfanne: schnell, günstig und vielseitig
  • Kohlsalat: keine lange Garzeit notwendig
  • Kohl-Kartoffel-Eintopf: ideal für kalte Tage
  • Spitzkohl mit Nudeln: mild und schnell zubereitet
  • Rotkohlsuppe: aromatisch und farbenfroh
  • Wirsingsuppe: cremig oder stückig möglich
  • Chinakohl aus dem Wok: kurze Garzeit
  • Kohlauflauf: gut für Familien und größere Portionen

Damit lässt sich Kohl sowohl traditionell als auch modern auf den Speiseplan bringen.

FAQ

Welcher Kohl eignet sich für schnelle Rezepte?

Spitzkohl und Chinakohl sind besonders praktisch, weil beide zart sind und vergleichsweise schnell garen. Auch fein geschnittener Weißkohl eignet sich für schnelle Pfannengerichte.

Kann man Kohl roh essen?

Ja. Weißkohl, Spitzkohl, Rotkohl und auch einige andere Kohlarten können roh als Salat verarbeitet werden. Fein geschnittene Blätter lassen sich beispielsweise mit Apfel, Möhren oder einem Essig-Öl-Dressing kombinieren.

Was kann man mit übrig gebliebenem Kohl machen?

Übrig gebliebener Kohl eignet sich für Suppen, Eintöpfe, Pfannengerichte, Aufläufe oder Salate. Besonders praktisch ist eine Gemüsepfanne mit Kohl, Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln.

Welcher Kohl ist besonders mild?

Spitzkohl gilt als besonders zart und mild. Auch Wirsing wird als vergleichsweise mild und leicht süßlich beschrieben.

Warum kann Kohl Blähungen verursachen?

Kohl enthält unter anderem bestimmte Kohlenhydrate, die im Verdauungstrakt Beschwerden verursachen können. Kleinere Portionen und Gewürze wie Kümmel, Fenchel oder Majoran können die Bekömmlichkeit verbessern.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *