Reisfleisch Rezept: Klassisch, einfach und herzhaft
Ein gutes Reisfleisch Rezept braucht keine komplizierten Zutaten. Zartes Schweinefleisch, Reis, Zwiebeln, Paprikapulver und kräftige Gewürze werden gemeinsam geschmort, bis Fleisch und Reis weich sind und sich die Aromen miteinander verbinden. Das Ergebnis ist ein würziges, sättigendes Gericht aus der österreichischen Küche.
Eine klassische Variante der Österreichischen Gesundheitskasse verwendet Schweinefleisch, Zwiebeln, Paprika, Essiggurkerl, Paprikapulver, Kümmel und Majoran. Dazu kommen 200 g Reis für vier Portionen. Als Beilage empfiehlt die ÖGK grünen Salat.
Reisfleisch gibt es allerdings nicht nur in einer einzigen Form. Wiener Varianten werden traditionell auch mit Kalbfleisch zubereitet, während moderne Rezepte häufig Schweinefleisch verwenden. Das WienTourismus-Portal beschreibt das Gericht als ursprünglich aus Ungarn und Serbien stammend, das später zu einem festen Bestandteil der Wiener Küche wurde.
Zutaten für 4 Portionen
Für eine unkomplizierte, klassische Version mit Schweinefleisch eignen sich folgende Mengen:
| Zutat | Menge |
|---|---|
| Schweinefleisch, z. B. Schulter | 500 g |
| Langkornreis | 250–300 g |
| Zwiebeln | 2 mittelgroße |
| Rote Paprika | 1 |
| Knoblauch | 2 Zehen |
| Tomatenmark | 1 EL |
| Paprikapulver, edelsüß | 1–2 EL |
| Rindsuppe oder kräftige Brühe | ca. 600–750 ml |
| Kümmel | ½–1 TL |
| Majoran | 1 TL |
| Lorbeerblatt | 1 |
| Salz | nach Geschmack |
| Pfeffer | nach Geschmack |
| Öl oder Butterschmalz | zum Anbraten |
Die Mengen können je nach Reissorte und gewünschter Konsistenz leicht angepasst werden. Ein ORF-Rezept von 2024 verwendet beispielsweise 500 g Schweinefleisch, 320 g Langkornreis und 650–750 ml Suppe für vier Portionen. Mehr lesen : Rahmfisolen: Einfaches Rezept mit Sauerrahm und Bohnen
Reisfleisch Rezept Schritt für Schritt
1. Fleisch und Gemüse vorbereiten
Das Schweinefleisch in etwa 2–3 cm große Würfel schneiden. Zwiebeln fein hacken, Paprika entkernen und würfeln. Knoblauch fein schneiden oder pressen.
Für Reisfleisch eignet sich besonders Schweineschulter, weil sie beim langsamen Schmoren zart wird. Auch Schweinenacken oder andere geeignete Schmorstücke können verwendet werden.
2. Fleisch kräftig anbraten
Öl oder Butterschmalz in einem ausreichend großen Topf erhitzen. Das Fleisch portionsweise hineingeben und rundherum anbraten.
Anschließend die Zwiebeln hinzufügen und mitrösten, bis sie weich und leicht goldbraun sind. Danach Knoblauch und Paprika kurz mitbraten.
3. Paprika und Tomatenmark hinzufügen
Jetzt den Topf kurz von der Hitze nehmen und das Paprikapulver einrühren. Dieser Schritt ist wichtig, weil Paprikapulver bei zu starker Hitze schnell bitter werden kann.
Tomatenmark dazugeben und alles gut vermischen. Anschließend mit einem Teil der Suppe oder Brühe ablöschen. Je nach Rezept kommen zusätzlich Essig, Kümmel, Majoran oder ein Lorbeerblatt zum Einsatz. Die ÖGK verwendet beispielsweise Essig, Kümmel, Thymian, Majoran und Lorbeer.
4. Fleisch langsam schmoren
Den Topf abdecken und das Fleisch bei niedriger Temperatur schmoren lassen. Es sollte genügend Zeit bekommen, weich zu werden und den würzigen Sud aufzunehmen.
Bei einer Variante der ÖGK wird das Fleisch etwa 30 Minuten gedünstet, bevor der Reis hinzugefügt wird. Andere traditionelle Rezepte lassen das Fleisch länger schmoren. Das hängt vor allem vom verwendeten Fleischstück ab.
5. Reis dazugeben
Den gewaschenen Reis zum geschmorten Fleisch geben und mit der restlichen Flüssigkeit aufgießen. Alles gut vermischen und wieder zugedeckt bei niedriger Hitze garen.
Jetzt kommt es auf die richtige Flüssigkeitsmenge an. Der Reis nimmt während des Garens Flüssigkeit auf. Deshalb sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob noch genügend Flüssigkeit vorhanden ist. Bei Bedarf kann etwas heiße Suppe oder Wasser nachgegossen werden.
6. Abschmecken und servieren
Wenn der Reis weich und das Fleisch zart ist, das Reisfleisch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Lorbeerblatt entfernen.
Das fertige Gericht einige Minuten ruhen lassen. Dadurch kann sich die Flüssigkeit gleichmäßiger verteilen und der Geschmack wird runder.
Welcher Reis eignet sich für Reisfleisch?
Für eine eher lockere Variante ist Langkornreis eine gute Wahl. Mehrere österreichische Rezepte verwenden ihn ausdrücklich. Ein ORF-Rezept von 2024 setzt beispielsweise auf 320 g Langkornreis für vier Portionen.
Es gibt aber auch Varianten mit Rundkorn- oder Risottoreis. Ein 2026 veröffentlichtes Rezept des ORF Burgenland verwendet beispielsweise 350 g Rundkornreis auf 600 g Schweineschulter.
Die Wahl des Reises beeinflusst deshalb die Konsistenz:
- Langkornreis: eher lockeres Reisfleisch
- Rundkornreis: etwas saftiger und kompakter
- Risottoreis: cremigere Konsistenz
Wichtig ist vor allem, die Flüssigkeitsmenge an die verwendete Reissorte anzupassen.
Schweinefleisch oder Kalbfleisch?
Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Für die österreichische Hausmannskost ist Schweinefleisch besonders praktisch und wird in mehreren aktuellen Rezepten verwendet. Die Österreichische Gesundheitskasse nennt Schweinefleisch als Grundlage ihres Reisfleisch-Rezepts.
Das WienTourismus-Portal führt dagegen eine aufwendigere Wiener Variante mit Kalbs- oder Rindswangerl beziehungsweise Rindsschulter. Auch Radatz veröffentlicht eine klassische Variante mit 600 g Kalbsschulter und 200 g Langkornreis für vier Personen.
| Fleisch | Ergebnis |
| Schweineschulter | Herzhaft, saftig und ideal zum Schmoren |
| Kalbsschulter | Milder und feiner im Geschmack |
| Rindsschulter | Kräftiger Geschmack, längere Garzeit |
| Wildschwein | Würziger, kräftiger Charakter |
Für ein unkompliziertes Familienessen ist Schweineschulter eine besonders naheliegende Wahl.
Warum das Paprikapulver wichtig ist
Paprikapulver gehört zu den prägenden Zutaten von Reisfleisch. Es sorgt nicht nur für die typische Farbe, sondern bringt auch die charakteristische Würze in das Gericht.
Dabei sollte das Pulver nicht lange bei sehr hoher Hitze geröstet werden. Besser ist es, den Topf kurz von der Hitze zu nehmen, das Paprikapulver einzurühren und anschließend rasch mit Flüssigkeit abzulöschen. Dieses Vorgehen findet sich auch in traditionellen österreichischen Rezepten.
Edelsüßes Paprikapulver sorgt für eine milde Würze. Wer es schärfer mag, kann einen Teil durch scharfes Paprikapulver ersetzen.
Welche Beilagen passen zu Reisfleisch?
Reisfleisch ist durch Fleisch und Reis bereits eine vollständige und sättigende Hauptspeise. Eine frische Beilage bringt deshalb einen angenehmen Kontrast.
Besonders passend ist grüner Salat. Die Österreichische Gesundheitskasse und auch andere österreichische Rezeptquellen empfehlen Salat ausdrücklich zum Gericht.
Auch ein einfacher Gurkensalat oder ein gemischter Blattsalat passt gut. Wer das Reisfleisch besonders klassisch servieren möchte, kann zusätzlich etwas Sauerrahm oder frische Petersilie verwenden.
Häufige Fehler bei der Zubereitung
Reis wird zu weich
Das passiert meistens, wenn zu viel Flüssigkeit verwendet wird oder der Reis deutlich länger als nötig gegart wird. Deshalb sollte die Flüssigkeit nicht blind nach einer festen Menge dosiert werden. Reissorte, Topf und Hitze beeinflussen das Ergebnis.
Fleisch bleibt zäh
Schmorgerichte brauchen Zeit. Wird die Temperatur zu hoch gewählt oder die Garzeit zu früh beendet, kann das Fleisch trotz ausreichender Flüssigkeit noch fest sein. Besser ist langsames Garen bei niedriger Temperatur.
Reisfleisch brennt am Boden an
Sobald der Reis im Topf ist, kann die Masse stärker ansetzen. Deshalb sollte bei niedriger Hitze gegart und gelegentlich vorsichtig umgerührt werden. Das Radatz-Rezept weist ebenfalls darauf hin, beim Garen darauf zu achten, dass das Reisfleisch nicht am Topfboden anbrennt.
Paprikapulver schmeckt bitter
Zu starkes Anrösten kann den Geschmack beeinträchtigen. Paprikapulver deshalb nicht bei großer Hitze lange braten, sondern rasch mit Flüssigkeit ablöschen.
Kann man Reisfleisch vorbereiten?
Ja, Reisfleisch eignet sich grundsätzlich gut für die Vorbereitung. Beim Abkühlen nimmt der Reis allerdings weiterhin Flüssigkeit auf. Dadurch kann das Gericht am nächsten Tag kompakter sein als direkt nach der Zubereitung.
Beim Aufwärmen kann deshalb ein kleiner Schuss Wasser oder Suppe hilfreich sein. Das Gericht sollte gleichmäßig und vollständig erhitzt werden.
Für die Aufbewahrung sind saubere, verschlossene Behälter und eine durchgehende Kühlung wichtig. Reste sollten nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen.
Eine schnelle Variante mit bereits gekochtem Reis
Wenn gekochter Reis vom Vortag vorhanden ist, lässt sich eine schnellere Variante zubereiten. Das Fleisch wird zunächst mit Zwiebeln, Paprika und Gewürzen geschmort. Anschließend wird der bereits gegarte Reis untergemischt und alles gemeinsam kurz erwärmt.
Auch österreichische Rezeptquellen führen Varianten auf, bei denen bereits gekochter Reis verwendet wird. Dadurch verkürzt sich die eigentliche Kochzeit deutlich.
Für das klassische Ergebnis mit besonders gut verbundenen Aromen lohnt sich jedoch die Variante, bei der der Reis direkt im würzigen Fleischsud mitgart.
Nährwerte: Was liefert eine Portion?
Die genaue Zusammensetzung hängt stark von Fleischsorte, Reismenge und verwendeter Fettmenge ab. Deshalb lassen sich allgemeine Nährwerte für jedes Reisfleisch nicht seriös angeben.
Als konkretes Beispiel nennt die Österreichische Gesundheitskasse für ihr Rezept pro Portion 321 kcal, 39 g Kohlenhydrate, 13 g Eiweiß und 11 g Fett. Diese Angaben beziehen sich ausschließlich auf die dort angegebenen Zutaten und Mengen.
Reis liefert vor allem Kohlenhydrate, während das Fleisch wesentlich zum Eiweißgehalt beiträgt. Öl oder Butterschmalz erhöhen entsprechend den Fett- und Energiegehalt.
Reisfleisch Rezept: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
Für ein gelungenes Ergebnis sind vor allem diese Schritte entscheidend:
- Fleisch in gleichmäßige Stücke schneiden.
- Fleisch und Zwiebeln zunächst kräftig anbraten.
- Paprikapulver nicht zu lange bei hoher Hitze rösten.
- Fleisch vor dem Reis ausreichend weich schmoren.
- Flüssigkeitsmenge an die verwendete Reissorte anpassen.
- Bei niedriger Hitze garen und gelegentlich kontrollieren.
- Das fertige Gericht vor dem Servieren kurz ruhen lassen.
- Grünen Salat als frische Beilage servieren.
So entsteht ein unkompliziertes, würziges Reisgericht, das sich gut für ein gemeinsames Mittag- oder Abendessen eignet.
FAQ zum Reisfleisch Rezept
Was ist ein klassisches Reisfleisch?
Reisfleisch ist ein herzhaftes Gericht, bei dem Fleisch und Reis mit Zwiebeln, Paprika und verschiedenen Gewürzen gegart werden. In der österreichischen Küche gibt es zahlreiche Varianten mit Schweine-, Kalb- oder Rindfleisch.
Welches Fleisch ist für Reisfleisch am besten?
Für eine einfache österreichische Variante eignet sich Schweineschulter sehr gut. Kalbfleisch wird ebenfalls traditionell verwendet, insbesondere bei Wiener Varianten.
Kann man Reisfleisch mit Hühnerfleisch machen?
Ja. Hühner-Reisfleisch ist eine mögliche Variante. Allerdings verändert sich dadurch die Garzeit deutlich, da Hühnerfleisch meist schneller gar ist als typische Schmorstücke vom Schwein oder Rind.
Welcher Reis ist am besten?
Langkornreis eignet sich für eine eher lockere Konsistenz. Rundkorn- oder Risottoreis kann ein saftigeres beziehungsweise cremigeres Ergebnis ergeben. Entscheidend ist, die Flüssigkeitsmenge und Garzeit an die jeweilige Reissorte anzupassen.
Was passt zu Reisfleisch?
Ein grüner Salat ist eine klassische und einfache Beilage. Auch Gurken- oder gemischter Salat passt gut zum herzhaften Gericht.
Kann man Reisfleisch einfrieren?
Grundsätzlich kann das Gericht eingefroren werden. Nach dem Auftauen kann sich die Konsistenz des Reises jedoch verändern und etwas weicher werden. Beim Erwärmen kann ein wenig Wasser oder Brühe helfen.
